Corona-Pandemie: Hinweise und wichtige Links für Betriebe


Die Corona-Pandemie mit allen Auswirkungen für unsere Gesellschaft hat unserer Wirtschaft einen herben Schlag versetzt. Aus einer historisch einmaligen Hochkonjunkturphase kommend sind ganze Branchenbereiche von einem Tag auf den anderen eingebrochen. Selbst die Unternehmen, die in der ersten Phase der Verbote und umfangreichen Einschränkungen nicht unmittelbar betroffen waren, müssen jetzt damit rechnen, dass der aktuelle Prozess des stufenweisen Wiederhochfahrens von allgemeiner Unsicherheit geprägt ist.

Gemeinsam haben zahlreiche Experten der Innungsorganisation eine Übersicht mit Antworten auf alle wichtigen Fragen des Tischler- und Schreinerhandwerks zur Corona-Pandemie zusammengetragen. Diese werden regelmäßig aktualisiert und erweitert. Außerdem hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) eine Online-Befragung für Handwerksbetriebe eingerichtet und bittet darum, dass viele Mitgliedsbetriebe an der Umfrage teilnehmen, um ein möglichst aktuelles Bild von der Betroffenheit der Branche zu erhalten und gemeinsam mit Politik und Behörden die richtigen Maßnahmen zu entwickeln.

FAQs zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie im Tischler- und Schreinerhandwerk

ZDH: Umfrage zu den betrieblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie

ZDH: Übersichtsmatrix zur Liquiditätssicherung

BDA: Anwendungsfragen zum Infektionsschutzgesetz


Planungssicherheit, Stabilität und Investitionsanreize sind die wichtigsten Faktoren, um über die ersten vorsichtigen Öffnungsschritten möglichst bald zur Normalität zurückkehren zu können. Werden dafür konkrete Rahmenbedingungen geschaffen und die richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen gesetzt, wird diese Phase deutlich besser zu meistern sein. Sowohl eine länderübergreifende Abstimmung als auch die flächendeckende Arbeitsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung sind wichtig, um einen föderalen Flickenteppich an Bestimmungen und Verordnungen zu vermeiden.

Außerdem gilt es, die Maßnahmen zur Liquiditätssicherung sinnvoll auszubauen und weitere Erleichterungen bei Steuerzahlungen kurzfristig einzuführen. Auf keinen Fall dürfen die Unternehmen in dieser sensiblen Phase zusätzlich belastet werden - im Gegenteil. Auch kurzfristige und damit leicht realisierbare Bürokratieentlastungen sind derzeit wichtiger denn je. Darüber hinaus können öffentliche Investitionen dabei helfen, Auftragsengpässe zu überbrücken.

Mit Blick auf die Ausbildungsleistung der Tischler- und Schreinerbetriebe gilt es außerdem, die Bildungsstrukturen zu stabilisieren und Anreize zu schaffen, um keinen flächendeckenden Einbruch bei der Qualifizierung von Fachkräften zu riskieren. Die kommenden Wochen werden also darüber entscheiden, ob der handwerkliche Mittelstand die erforderliche Flexibilität erhält, um den binnenwirtschaftlichen Wachstumsmotor wieder in Gang zu bringen.

12. März 2020 (aktualisiert: 12. Mai 2020)

Ansprechpartner

Jörg Schwamberger
Geschäftsführer | Betriebsberater

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